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Ein (Horror-)Film für die ganze Familie

  • Autorenbild: Sam Kohler
    Sam Kohler
  • vor 4 Tagen
  • 7 Min. Lesezeit

Nun ist der Tag gekommen. Dieser Artikel wird wohl die eine oder andere Person kurz aufschrecken, wenn sie gleich ein paar Fakten über mich erfährt. Also ich meine damit keine Fakten zu mir als Person. Diese kannst du gerne auch später hier nachlesen.

In diesem Artikel werde ich nun Fakten auf den Tisch legen, was die Filmwelt betrifft. Schnapp dir also vorher noch Knabberzeugs und was Flüssiges – ausser du spuckst die Lebensmittel öfters herum, sobald dich was erschreckt, dann lass es.

Bereit? Super, los geht's.



Filme und Serien sind seit ich denken kann das, was etwa Zigaretten für Raucherinnen und Raucher sind. Das Mittel zum Zweck, um Mal runterzukommen und Stress zu reduzieren. Wenn es um Filme geht, so bin ich inzwischen auch nicht mehr so wählerisch – zumindest was das Genre angeht. So wurde ich auch schon verdutzt angeschaut, als ich mich als Gelegenheitsgucker der sonntäglichen Tatortfilme im Fernsehen outete.

Auch die Meinungen anderer Zuschauerinnen und Zuschauer nach den Filmen zu erfahren, ist das Sahnehäubchen obendrauf. An dieser Stelle also Gratulation an Elon Musk, dass Twitter – ja ich nenne die Plattform weiterhin so – wenigstens noch dafür nützlich ist.

Oft wird dann darüber diskutiert, was oder wer die Täterschaft schon vorher verraten hat. Was haben die Ermittler scheinbar falsch gemacht, damit die Täterschaft nicht aufgeflogen ist? Welche Abkürzung hätte es in der Stadt am Drehort gegeben, wenn es zu einer Verfolgungsjagd kommt? Nun, es gibt immer Klugscheisser. Und auf Twitter sind sie leider, nebst hasserfüllten Menschen, in der Überzahl. Oder es wird wieder an der Produktion an sich rumgenörgelt. Denn sehr oft tritt dann die Frage auf, was für ein Desaster die zuständigen Produktionen mit unseren Haushaltsabgaben an die Serafe, Rundfunk oder ORF angestellt haben.



Als Content Creator, der sich oft mit Kamera und Mikrofon um- und abgibt, achte ich persönlich noch auf ganz andere Details. So kam es beim letzten Tatort aus Zürich dazu, der meines Empfindens sehr spannend war, dass ich von der schweizerdeutschen auf die hochdeutsche Tonspur wechselte. Warum falle ich als Schweizer dem Schweizer Radio Fernsehen, kurz SRF, so in den Rücken? Nun, diesen Punkt erwähnte ich auch schon öfters im Zwergschnauze-Podcast. Erst hole ich nochmals ein wenig aus, damit ihr es besser nachvollziehen könnt.

Bereits zu Beginn meiner Schulzeit, musste ich zusätzlich noch zu einer Logopädin – deren Zimmer ich gleich vor Augen habe, während ich das hier schreibe. Für Zuhause bekam ich dann öfters die Aufgabe erteilt, ein Rätsel mit Fehler in zwei "gleichen" Bildern zu suchen. Vielleicht kann sich die eine oder andere Person noch an diese erinnern, die heutzutage meist nur noch in Magazinen, Zeitungen oder gekauften Rätselheften zu finden sind.

"Finde die 10 Fehler im linken – oder auch rechten – Bild", hiess es immer zu Beginn der Aufgabe. Ich nehme mal an, dass genau diese damalige Zeit dazu führte, dass ich sehr früh schon damit begann auch Fehler in bewegten Bildern aufzuspüren. So kommt es dann halt oft vor, dass ich beim eventuellen Fehler den Film nochmals zurückspule und mich versichern will. Jetzt stellt man sich vor, du sitzt gemütlich mit jemandem bei einem Film, der immer wieder zurückspult. Kino war meist eine Herausforderung für mich, da ich im Kinosaal keine Fernbedienung hatte – was verständlich und besser was–, sobald ich einen Fehler gesehen habe. Zum Beispiel, als am oberen Bildrand das Richtmikrofon zu weit runterhing, und so gegen Ende im Film Meine Frau, unsere Kinder und ich kurz zu sehen war. Natürlich werden solche Fehler meist korrigiert, bevor der Film dann später auf Disc erscheint.



Aber ich achte auch auf Lippenbewegungen, wenn fremdsprachige Filme in unsere Sprache synchronisiert wurden. Doch nicht nur da wird Synchronisation eingesetzt. Vielleicht haben die Darstellerinnen oder Darsteller im Kontext ein falsches Wort benutzt. Oder im Nachgang waren die zuständigen Personen nicht zufrieden mit dem Tonmaterial. So kann es vorkommen, dass nach Abschluss des Drehs der Cast noch ins Tonstudio muss, um seine Dialoge entweder nochmals aufzunehmen, vielleicht wegen zu offensichtlichen Störgeräusche während des Drehs, oder um seine Dialoge oder einzelne darin enthaltene Wörter zu ersetzen. Bestes und jüngstes Beispiel, das mir dazu gerade einfällt, wäre da der Film Leben ist jetzt: Die Real Life Guys von 2024.

Anfang des Films dachte ich noch, dass es sich bei den Hauptdarstellern, Anton und Richard Fuchs – ebenfalls wie die Protagonisten des Films Zwillingsbrüder –, um fremdsprachige Darsteller handelt. Darsteller, die vielleicht bereits mehr Schauspielerfahrung haben, und man sich so die Suche und ein Casting nach passenden Zwillingsbrüdern, die Johannes und Philipp Mickenbecker verkörpern sollen, sparen konnte.

Denn oft kam es vor, dass sich gerade ihre Lippen unpassend zu den über die Lautsprecher hörenden Dialogen bewegten. Und nicht nur ich bemerkte diesen Punkt. Auch in manch Kritiken, von Zeitungen, Online-Magazinen etc., konnte ich dies nachträglich noch nachlesen. Doch ich bin mit einem Punkt der meisten Kritiken einverstanden. Der Story an sich schadete es am Ende keineswegs, was den Film so abwerten würde.

Doch im Vergleich zum Tatort, gab es einzig und allein diese eine Tonspur. Da konnte ich also nicht einfach auf eine andere wechseln. Deutschland verfügt jedoch inzwischen über so talentierte Synchronstudios, sowie auch Synchronsprecherinnen und -sprecher, die auch Lippenbewegungen vom Schweizerdeutsch, super ins Hochdeutsch synchronisieren können. Nur muss man sich bewusst sein, dass manch Synchronisationen ins Deutsche, auch schon eine ganz andere Logik am Ende verursachte. Ist aber ein Thema für einen anderen Artikel.



Kommen wir also nun zu dem Punkt, warum ich diesen Artikel hier schreibe. Denn vor wenigen Tagen freute ich mich wie ein Kind – klein bin ich 24/7, muahaha –, als ein neuer Film aus den Pixar Studios bei Disney Plus aufgeschaltet wurde. Schon allein der Trailer Mitte letzten Jahres gab mir sofort ein – für den Film – gutes Gefühl. Obwohl ich auch zugeben muss, dass für mich die heutigen Trailer leider oft schon zu viel Informationen über die Handlung verraten. Früher sassest du bei einem Trailer entweder im Kino oder im Free-TV-Programm, dass du beides so oder so nicht überspringen konntest. Und heute gibt es Handys und Tablets, die einem schnell Mal von einem Trailer ablenken können. Auf diese Art und Weise, möchten die Studios vielleicht mehr potenzielle Kinobesucher erreichen. Doch mich hat dieser Trailer sofort gepackt. Es geht um den Film, Hoppers. Interessanterweise ist er auf Disney Plus nur unter dem Namen Jumpers aufzufinden. Ich fand heraus, dass der Film unter mehreren Filmtiteln vermarktet wurde. Und da die Schweiz dreisprachig ist, nahm man wohl den Filmtitel für Frankreich und Italien.


Hier eine Auswahl nach Ländern:

Deutschland, Österreich:

Hoppers

Spanien:

Hoppers

Estland:

HÜPPAJAD

Frankreich:

Jumpers

Italien:

Jumpers

Dänemark:

MISSION: BÆVER

Norwegen:

Operasjon Bever

Kanada:

Sauteurs

Kroatien:

Skakutavci

Slowenien:

Skokani



Die Story


Zum Glück ist die Handlung des Films schnell erklärt. Sie folgt vor allem der Tier- und Naturschützerin Mabel, einer inzwischen erwachsenen Studentin, die bei ihrer Grossmutter aufwuchs. Genau diese Person lehrte sie, die Natur und ihre Tierbewohner in unmittelbarer Umgebung zu schätzen und zu lieben. Da kommt es natürlich gar nicht in Frage, dass Bürgermeister Jerry ausgerechnet durch diese Lichtung eine Schnellstrasse bauen möchte – wodurch die Tiere so automatisch ihr Zuhause verlieren würden. Um das zu verhindern, ergreift Mabel die Möglichkeit, eine neue Technologie zu nutzen: Ihr Bewusstsein wird in einen lebensechten Roboter-Biber übertragen, um den Tieren zur Seite zu stehen.

Stell dir also Mal selber die entscheidende Frage: Wie würdest du reagieren, wenn du von jetzt auf gleich mit Tieren kommunizieren könntest?


Ich nehme an, in etwa so wie Mabel:



Mein Fazit zum Film:


Endlich! Nach dem Erfolgsfilm von 2020, Soul, kann ich endlich einen neuen Favoriten zu meinen Lieblingsfilmen aus dem Hause Pixar Studios zählen. Oft hat man das Problem, dass die Einleitung in Filmen viel zu lange erzählt wird. Dialoge, bei denen du dir vorkommst, als möchte dir das Studio sagen: "Ach ja! Das ist diese Person, und die ist so und so." So dass du ja am Ende der Handlung folgen kannst. Doch Pixar hat es – genau wie ihr Mutterkonzern Disney –, verstanden wie eine Geschichte erzählt werden muss.

Der Film ist ab 6 Jahren, also FSK 6, freigegeben, und für Kinder wird er definitiv auch ein Spass sein. Denn er hat nach meinem Empfinden die visuellen und akustischen Pointen genau an den richtigen Stellen platziert, ohne sie nochmals erklären zu müssen. Auch wenn die Kinder diese vielleicht nicht alle verstehen, da ein paar Pointen auch auf andere Filme verweisen – da wäre zum Beispiel Texas Chainsaw Massacre –, so wird sicher auch dem jüngsten Publikum nicht langweilig.


Und da sind wir beim nächsten Punkt. Denn in drei Szenen musste ich mit geschocktem Gesicht hinsehen, ob das jetzt tatsächlich passiert ist. Natürlich kennt die ältere Generation den Tod von Bambis Mutter, die uns damals eines der ersten Traumas bereitet hat. Und ich mutmasse mal, dass in einer dieser zwei Szenen die Kids von heute ihr Trauma abbekommen haben, oder noch werden. Wie du vielleicht vermutest, ja auch dort kommt ein Tier um. Doch bei der Szene der sogenannten Metamorphose, wo sich ein Tier in was anderes verwandelt, wird auch da wieder auf das Horrorgenre angedeutet. Auch Fans des Terminator-Franchise kommen nicht zu kurz. Spätestens bei der dritten dieser Szenen, habe ich mich gewundert dass der Film am Ende keine FSK 12 erhalten hat.


Daher mein Tipp: Lieber den Film zuerst alleine oder zusammen mit der besseren Hälfte angucken, bevor man ihn den eigenen Kindern zeigt. Denn so könnt ihr als Eltern es besser einschätzen, ob der Film, bzw. die dann vorkommenden Szenen, tatsächlich was für eure Kinder sind. Doch für alle grossgewachsenen Kinder, ist der Film eine 100% Empfehlung von mir. Wer also Disney Plus Zuhause hat, der kann ihn jetzt streamen. Wie gesagt: In der Schweiz findet ihr ihn unter dem Namen Jumpers.



Viel Vergnügen, und bis zum nächsten Artikel


Euer Sam



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